Rezension I. B. Zimmermann "Boris - Blutlinie"
I. B. Zimmermann
Boris - Blutlinie
Ein queerer Urban-Fantasy Krimi
Erscheinungstermin: 12. Februar 2024
Ungekürzte Lesung
Gelesen von Vincent Fallow
Laufzeit: 960 Minuten
Vampire sind Monster. Dessen wird sich der 2000 Jahre alte Boris erneut bewusst, als er für die Ausbildung zum Kriminalbeamten gezwungen wird, wieder frisches Blut zu trinken. Ambrosia hat ihn für viele Jahrzehnte menschlich gemacht, ihm ermöglicht zu atmen – aber Menschlichkeit hilft ihm im Kampf gegen Untote, Werwesen und Dämonen nicht weiter. Es ist vor allem seine eigene Art, gegen die es zu kämpfen gilt. Ein Vampirclan verbreitet Angst und Terror in der Stadt.
Aber Boris und sein Team bestehend aus Werwolf, Dryade, Oger, Hexe und Zombie ringen nicht nur um das Schicksal der Stadt Frankfurt, sondern auch mit ihren inneren Monstern – und manchmal um die Fernbedienung im Aufenthaltsraum.
Der Vampirkrimi ist ein Spin-off der erfolgreichen MONA-Reihe von I. B. Zimmermann.
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Nach der Trilogie um Mona hab ich mich riesig auf das Spin Off zu Boris gefreut, der mir schon in der Hauptreihe sehr ans Herz gewachsen ist.
Danke an das Bloggerportal für die Möglichkeit, das Hörbuch als Reziexemplar zu hören.
Ich bin tatsächlich noch unentschlossen, ob ich die Geschichte mochte oder nicht. Der Fokus liegt diesmal auf den Ermittlungsarbeiten, die Geschichte beginnt also nach Boris' Ausbildungszeit. Ich denke, man könnte sie unabhängig lesen, ohne Mona zu kennen, so rum macht es aber mehr Spaß.
Was ich direkt gemerkt habt, ist, dass die Leichtigkeit und der Humor, den ich bei Mona so geschätzt habe, gefehlt hat. Dieser Band ist anders, ernster, fokussierter, erwachsener. Mag vielleicht auch daran liegen, dass Boris als Charakter nicht so Gaga ist wie Mona.
Damit müsste ich erstmal klarkommen. Aber wenn man Mona abschüttelt und sich auf die Geschichte voll und ganz einlässt, ist sie wirklich spannend. Die Crew rund um Van Helsing mochte ich auf Anhieb. Auch wie sie zusammenarbeiten. Dass sie jedem eine Chance geben, man auch mal Fehler machen darf, in seinem Können bestärkt wird, auch wenn man nicht immer genau weiß, was man tatsächlich alles kann. Gerade Boris hat durch seine Lebensweise nicht annähernd das Potential entfaltet, das ihm als geborenen Vampir im Blut liegt.
Die Sache mit der Blutmagie dagegen hab ich nicht recht fassen können. Das war mir zeitweise doch etwas zu oberflächlich als dass ich hätte begreifen können, was es damit genau auf sich hat.
Den Fall selbst hab ich gern verfolgt. Irre, was da im Hintergrund alles gelaufen ist. Man wusste ja gar nicht mehr, wer zu den Guten gehört und wer nicht. Vorallem, da die menschliche Welt fast völlig ausgeklammert wird und wir uns hauptsächlich bei allem Übernatürlichen aufhalten.
Die Veränderung und Entwicklung der Verbindung zwischen Van Helsing und Boris war süß zu beobachten, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas zu subtil vorgegangen sind. So, wie wir Boris in Mona erlebt haben in Bezug auf Van Helsing, das hab ich hier ein bisschen vermisst.
Ich mochte die Geschichte, auch wenn sie für mich kein Highlight war. Trotzdem war es schön, die Welt auch mal aus anderen Augen zu betrachten.
Noch ein Wort zum Sprecher: Ich liebe seine Stimme. Boris hat er richtig gut verkörpert. Van Helsing als Mensch und Werwolf ebenfalls. Bei einigen Charakteren hat er ein bisschen tief und die Kiste gegriffen und Beniko ... nun ja, wenn man weiß, wie die Autorin sie gesprochen hat und wie Vincent... das war schade. Aber ansonsten hab ich ihm gern zugehört. Danke fürs Vorlesen.
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