Rezension I. B. Zimmermann "Violet - Die Wasserhexe und der Totengott" (Band 1)
I. B. Zimmermann
Violet – Die Wasserhexe und der Totengott
Erscheinungstermin: 18. Mai 2026
Ungekürzte Lesung
Gelesen von Johanna Zehendner
Laufzeit: 1159 Minuten
Berlin ist in einem schlechten Zustand: Die ganze Stadt versinkt in Untoten. Während die Normalsterblichen wenig davon mitbekommen, ist der thaumaturgische Notdienst völlig überlastet. Die Hexe Violet steht kurz vor einem Burn-out. Die täglichen Strapazen zwischen magischen Notfällen und ihrem Job als Betreuerin für Übernatürliche haben sie zerfressen. Ein Bezirkswechsel und der damit einhergehende Umzug zu ihrer Wahlfamilie sollten der Ausweg sein, aber nun muss sie zugeben, dass sie ihre Grenzen längst überschritten hat. Gerade als sie den Entschluss fasst, ihre Wassermagie endlich einmal zum Löschen der eigenen Brände zu nutzen, geht die Welt ihrer besten Freundin in Flammen auf. Violet hat oft verloren, in vielen ihrer Leben, und immer bis zum Ende gekämpft. Aber nun scheint sie nicht länger die Kraft dafür zu besitzen. Gegen jede Regel bittet Violet die Göttlichen um Hilfe – und schmiedet ausgerechnet mit dem Totengott Thanatos einen Pakt. Während sie versucht, das Schicksal ihrer Freundin zum Guten zu wenden, geraten die Untoten Berlins endgültig außer Kontrolle. Völlig unerwartet könnte Violets Pakt mit dem Tod die einzige Chance sein, um die Stadt vor dem Untergang zu retten. Wie gut, dass der griechische Gott mit dem schwermütigen Herzen ihr ohnehin nicht mehr aus dem Kopf geht. Doch jeder Pakt hat seinen Haken...
💧💀💧💀💧
Danke an das Team Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.
Ein wilder Ritt durch die Urban Fantasy Landschaft. Wer Mona und Boris schon kennt, kann in etwa vermuten, was ihn/sie hier in diesem Buch erwartet. Nämlich das Unerwartete. Oder eigentlich alles und mehr. Es gibt keine Tabus, Themen werden nicht subtil, sondern direkt angesprochen, die Themen ADHS, Autismus und Depression/Burnout nehmen einen großen Bereich der Geschichte ein.
Wir begleiten Violet und ihren Totengott bei der Bekämpfung einer Zombie Plage, müssen uns nicht nur dieser Bedrohung stellen, sondern auch den eigenen Empfindungen. Hier gibts keinen Fokus auf einen bestimmten Bereich, sondern alles wird behandelt. Alles wird besprochen, verarbeitet.
Ich wusste nicht, dass das ein Mehrteiler wird, deshalb war ich am Ende (positiv) überrascht, als die Geschichte sehr prompt zu Ende war.
Toller Schreibstil, wichtige Themen sehr gut eingebettet in die Zombiekrise. Ein authentischer Einblick in den Kopf von mental angeschlagenen Charakteren. Die Triggerwarnung ist sehr ausführlich. Die Sprecherin bringt die Atmosphäre der Geschichte auf den Punkt.
Manchmal verzettelt sich die Protagonistin ein wenig in ihrem Kopf und die Lesenden steigen dann erst später wieder ein. Das kann verwirrend sein, Längen bilden und Lücken schaffen. Ist zwar authentisch für die geschilderten neurodivergenten Eigenschaften, kann aber beim Lesen zuviel sein.
Ich freu mich auf mehr aus diesem Universum und auf mehr von Violet und Athan.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen